Armutsbericht manipuliert und geschönt


2001 hatte der Bundestag beschlossen, daß jede Regierung zur Mitte der Wahlperiode einen Armuts- und Reichtumsbericht vorlegen soll. Wie schon 2013 wurde auch dieses Mal der Bericht manipuliert, indem gewisse Passagen gestrichen und somit geschönt wurden.

Mit einer Rekordverspätung von anderthalb Jahren billigt das Bundeskabinett heute endlich das Dokument über die Lebenslagen in Deutschland.


Zensiert wurde:

- der ausufernde Niedriglohnsektor

- die zunehmende Lohnspreizung

- die extreme Schieflage der Verteilung des Privatvermögens

- der Einfluss von Interessensvertretungen und Lobbyarbeit

- und die Tatsache, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Politikänderung wesentlich höher ist, wenn diese von vielen Befragten mit höherem Einkommen unterstützt wird

Auf Initiative des Bundeskanzleramts wurden im Ursprungsentwurf des von der Sozialdemokratin Andrea Nahles geführten Arbeits- und Sozialministeriums gleich mehrere Kernpunkte herausgenommen siehe:


armutsbericht_2016